Bodenablauf im Keller verstopft oder stinkt – Ursachen und Lösungen
Tipps vom Fachbetrieb
Ein verstopfter oder stinkender Bodenablauf im Keller sollte nicht ignoriert werden. Läuft das Wasser nur langsam ab, gluckert es in der Leitung oder breitet sich unangenehmer Kanalgeruch aus, kann die Ursache im Geruchsverschluss, in der Anschlussleitung oder tiefer im Hauskanal liegen.
Besonders problematisch wird es, wenn bei Starkregen Wasser aus dem Bodenablauf hochkommt. Dann kann neben einer Verstopfung auch ein Rückstau aus dem Kanalnetz vorliegen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Kellerabläufe verstopfen oder stinken, welche Maßnahmen Sie selbst durchführen können und wann eine professionelle Kanalreinigung in Wien notwendig ist.

Welche Aufgabe hat ein Bodenablauf im Keller?
Der Bodenablauf soll Wasser aus dem Keller, der Waschküche, dem Heizraum oder anderen tiefer liegenden Bereichen sicher in die Abwasserleitung ableiten. Er kann bei kleineren Wasseraustritten, Reinigungsarbeiten oder einem Defekt an angeschlossenen Geräten verhindern, dass sich Wasser im gesamten Raum verteilt.
Viele Bodenabläufe besitzen einen Geruchsverschluss. Eine kleine Wassermenge im Siphon bildet dabei eine Sperre zwischen dem Raum und der Kanalisation. Trocknet diese Wasservorlage aus oder ist der Ablauf beschädigt, kann Kanalgeruch ungehindert in den Keller gelangen.
Ist Ihr Bodenablauf im Keller verstopft oder kommt Wasser hoch?
24/7 NOTDIENST – schnelle Hilfe bei Verstopfung, Kanalgeruch und Rückstau:
Warum verstopft ein Bodenablauf im Keller?
Kellerabläufe werden häufig nur selten benutzt. Dadurch bleiben Verschmutzungen lange unbemerkt und können sich im Ablauf, im Geruchsverschluss oder in der angeschlossenen Rohrleitung festsetzen.
Typische Ursachen für eine Verstopfung:
- Staub und Bodenschmutz: Beim Kehren oder Aufwaschen gelangen Haare, Staub, Sand und kleine Fremdkörper in den Ablauf.
- Schlamm und Erde: Über Schuhe, Fahrräder, Gartengeräte oder Kellerzugänge wird Schmutz in den Raum getragen.
- Waschmittelreste: In Waschküchen können Waschmittel, Flusen und Textilfasern Ablagerungen bilden.
- Fettige Rückstände: In Werkstätten oder Wirtschaftsräumen gelangen Öle und fetthaltige Verschmutzungen in die Leitung.
- Rost und Kalk: Ältere Bodenabläufe und Metallleitungen können durch Korrosion und mineralische Ablagerungen verengt werden.
- Fremdkörper: Kleine Gegenstände, Verpackungsreste, Mörtel oder Renovierungsmaterial blockieren den Ablauf.
- Verstopfte Sammelleitung: Die Blockade befindet sich nicht direkt im Bodenablauf, sondern tiefer im Hauskanal.
- Wurzeleinwuchs: Wurzeln können durch undichte Rohrverbindungen in erdverlegte Leitungen eindringen.
- Beschädigte Leitung: Rohrversätze, Risse oder abgesackte Leitungsabschnitte behindern den Wasserfluss.
💡 Profi-Tipp: Verstopft der Bodenablauf immer wieder, liegt die Ursache häufig nicht nur im sichtbaren Ablauf. Dann sollte die weiterführende Leitung kontrolliert werden.
Warum stinkt der Bodenablauf im Keller?
Ein unangenehmer Geruch bedeutet nicht automatisch, dass die Leitung vollständig verstopft ist. In vielen Fällen fehlt lediglich die Wasservorlage im Geruchsverschluss. Es können jedoch auch Ablagerungen, ein Rohrschaden oder Probleme mit der Entlüftung dahinterstecken.
Die häufigsten Ursachen für Kanalgeruch:
- Ausgetrockneter Siphon: Wird der Ablauf selten benutzt, verdunstet das Sperrwasser im Geruchsverschluss.
- Verschmutzte Wasservorlage: Organische Rückstände beginnen im Ablauf zu faulen und verursachen Gerüche.
- Defekter Geruchsverschluss: Ein beschädigter oder falsch eingesetzter Siphoneinsatz dichtet den Kanal nicht mehr ab.
- Undichte Rohrverbindung: Kanalgase können durch beschädigte Dichtungen oder Risse in den Raum gelangen.
- Unterdruck im Rohrsystem: Eine mangelhafte Rohrentlüftung kann die Wasservorlage aus dem Ablauf ziehen.
- Teilweise Verstopfung: Ablagerungen bleiben dauerhaft feucht und entwickeln unangenehme Gerüche.
- Rückstau aus dem Hauskanal: Verschmutztes Wasser wird bis in den Kellerablauf zurückgedrückt.
Weitere Ursachen für Kanalgeruch finden Sie in unserem Ratgeber Warum stinkt der Abfluss?
Warnzeichen frühzeitig erkennen
Eine vollständige Verstopfung entsteht häufig nicht von einem Tag auf den anderen. Achten Sie auf Veränderungen am Kellerablauf.
- Das Wasser läuft deutlich langsamer ab
- Im Ablauf entstehen gluckernde Geräusche
- Der Geruch wird bei Regen stärker
- Wasser steht dauerhaft im Ablauf
- Schmutz oder dunkles Wasser kommt nach oben
- Der Wasserstand verändert sich bei Benutzung von WC oder Waschmaschine
- Mehrere Abflüsse im Haus funktionieren gleichzeitig schlecht
- Der Ablauf läuft nach der Reinigung schnell wieder voll
⚠️ Achtung: Kommt Wasser aus dem Bodenablauf hoch, obwohl im Keller kein Wasser verwendet wird, kann ein Rückstau im Hauptrohr oder Kanalnetz vorliegen.
Soforthilfe bei einem verstopften oder stinkenden Bodenablauf
Schritt 1: Bodenablauf nicht weiter belasten
Leiten Sie vorerst kein zusätzliches Wasser in den Ablauf. Schalten Sie angeschlossene Waschmaschinen aus und vermeiden Sie Reinigungsarbeiten, bis geklärt ist, ob das Wasser noch abfließen kann.
Schritt 2: Abdeckung vorsichtig entfernen
Tragen Sie geeignete Handschuhe und nehmen Sie das Ablaufgitter ab. Entfernen Sie sichtbare Haare, Flusen, Schlamm und andere lose Verschmutzungen.
Bei älteren Metallabdeckungen ist Vorsicht geboten. Stark verrostete Teile können scharfe Kanten besitzen oder beim Öffnen beschädigt werden.
Schritt 3: Geruchsverschluss kontrollieren
Prüfen Sie, ob sich im Ablauf ein herausnehmbarer Siphoneinsatz befindet. Nehmen Sie diesen vorsichtig heraus und reinigen Sie ihn mit warmem Wasser und einer Bürste.
Merken Sie sich die genaue Einbauposition. Wird der Einsatz anschließend falsch eingesetzt, kann der Geruchsverschluss seine Funktion verlieren.
Schritt 4: Sichtbare Ablagerungen entfernen
Entfernen Sie Verschmutzungen aus dem erreichbaren Ablaufbereich. Verwenden Sie keine spitzen Metallgegenstände, da diese Dichtungen und Kunststoffteile beschädigen können.
Schritt 5: Wasservorlage erneuern
Ist der Ablauf frei und war der Siphon lediglich ausgetrocknet, geben Sie langsam sauberes Wasser hinein. Dadurch wird die Geruchssperre wiederhergestellt.
Beginnen Sie mit einer kleinen Menge. Steigt das Wasser sofort an, darf nicht weiter nachgegossen werden.
Schritt 6: Ablauf vorsichtig prüfen
Gießen Sie nur wenig Wasser in den Ablauf und beobachten Sie den Wasserstand. Läuft das Wasser schnell und ohne Gluckern ab, war wahrscheinlich nur der sichtbare Ablauf verschmutzt.
Bleibt das Wasser stehen oder kommt es wieder hoch, liegt die Blockade vermutlich tiefer in der Leitung.
Schritt 7: Fachbetrieb verständigen
Kommt verschmutztes Wasser aus dem Ablauf zurück, sind mehrere Abflüsse betroffen oder tritt das Problem regelmäßig auf, sollte der Hauskanal professionell überprüft werden.
📞 24/7 Notdienst: 0676 718 04 64 – ROHRDIENST.at hilft bei verstopften Kellerabläufen, Rückstau und Kanalgeruch.
Bodenablauf reinigen – so gehen Sie richtig vor
Bei einer oberflächlichen Verschmutzung kann der Bodenablauf häufig ohne aufwendige Geräte gereinigt werden. Entscheidend ist, dass die Blockade direkt im Ablauf oder im herausnehmbaren Geruchsverschluss liegt.
- Schutzhandschuhe anziehen und den Bereich gut belüften.
- Ablaufgitter und herausnehmbare Einsätze entfernen.
- Haare, Flusen, Schlamm und feste Ablagerungen von Hand aufnehmen.
- Geruchsverschluss mit warmem Wasser und einer Bürste reinigen.
- Dichtungen und Bauteile auf Schäden kontrollieren.
- Alle Teile wieder korrekt einsetzen.
- Mit einer kleinen Wassermenge die Funktion prüfen.
💡 Wichtig: Wird der Siphoneinsatz nicht richtig eingesetzt, kann der Kellerablauf trotz Reinigung weiterhin nach Kanal riechen.
Hilft heißes Wasser bei einer Verstopfung?
Warmes Wasser kann leichte Seifen- oder Waschmittelablagerungen lösen. Bei Schlamm, Sand, Fremdkörpern, Kalk oder einer tiefer liegenden Blockade reicht es jedoch meist nicht aus.
Verwenden Sie kein kochendes Wasser. Sehr hohe Temperaturen können Kunststoffbauteile, Dichtungen und ältere Rohrverbindungen beschädigen.
Steht das Wasser bereits im Ablauf, sollte keine größere Wassermenge nachgegossen werden. Dadurch kann der Kellerablauf überlaufen.
Darf man Natron und Essig verwenden?
Natron und Essig können leichte Gerüche reduzieren und kleine organische Ablagerungen lockern. Bei einer ernsthaften Verstopfung oder einem Rückstau beseitigen diese Hausmittel die Ursache jedoch nicht.
Die schäumende Reaktion wird häufig überschätzt. Sie besitzt nicht genügend Kraft, um feste Ablagerungen oder eine Blockade in einer tiefer liegenden Sammelleitung zuverlässig zu entfernen.
Weitere schonende Methoden finden Sie unter Abfluss mit Hausmitteln reinigen.
Warum chemische Rohrreiniger problematisch sind
Chemische Rohrreiniger können aggressive Substanzen enthalten. Bleibt das Mittel in einem verstopften Kellerablauf stehen, entstehen Risiken für Personen, Rohrleitungen und den später arbeitenden Fachbetrieb.
- Die Chemikalie kann beim Rückstau wieder aus dem Ablauf austreten.
- Dichtungen und ältere Rohrmaterialien können angegriffen werden.
- Bei falscher Mischung können gefährliche Dämpfe entstehen.
- Die Ursache einer tiefer liegenden Blockade wird nicht zuverlässig beseitigt.
- Stehende Chemikalien erschweren die mechanische Rohrreinigung.
⚠️ Sicherheitshinweis: Mischen Sie niemals verschiedene Rohrreiniger, Säuren, Chlorprodukte oder andere Reinigungsmittel miteinander.
Kann ein Pömpel beim Bodenablauf helfen?
Eine Saugglocke kann bei einer leichten, örtlich begrenzten Verstopfung hilfreich sein. Der Gummiteller muss den Ablauf vollständig abdichten können. Bei Bodenabläufen mit großen Gittern oder speziellen Einsätzen ist dies häufig schwierig.
Vor der Anwendung sollten herausnehmbare Bauteile kontrolliert werden. Zu hoher Druck kann ältere Dichtungen lösen oder verschmutztes Wasser aus einer anderen Ablaufstelle drücken.
Kommt Wasser bereits aus dem Kellerablauf hoch, während WC, Dusche oder Waschmaschine benutzt werden, sollte kein zusätzlicher Druck erzeugt werden.
Wann ist eine Rohrreinigungsspirale sinnvoll?
Eine kleine Reinigungsspirale kann eine Blockade in einer kurzen Anschlussleitung lösen. Sie sollte jedoch nur verwendet werden, wenn der Leitungsverlauf bekannt und der Zugang dafür geeignet ist.
Unsachgemäß verwendete Spiralen können:
- im Rohr stecken bleiben
- Dichtungen beschädigen
- dünne Kunststoffrohre durchstoßen
- Ablagerungen lediglich tiefer in die Leitung schieben
- vorhandene Rohrschäden vergrößern
Bei älteren Leitungen, unbekanntem Rohrverlauf oder wiederkehrenden Verstopfungen sollte die Arbeit einem Fachbetrieb überlassen werden.
Lokale Verstopfung oder Problem im Hauskanal?
Die Art der Symptome gibt erste Hinweise darauf, wo sich die Ursache befinden könnte.
Hinweise auf eine lokale Verstopfung
- Nur der Bodenablauf ist betroffen
- Andere Abflüsse im Gebäude funktionieren normal
- Die Verschmutzung ist im Ablauf sichtbar
- Nach der Reinigung fließt das Wasser wieder vollständig ab
- Das Problem trat unmittelbar nach Reinigungs- oder Renovierungsarbeiten auf
Hinweise auf eine Blockade im Hauskanal
- Mehrere Abflüsse laufen gleichzeitig langsam
- Der Kellerablauf gluckert beim Spülen des WCs
- Beim Betrieb der Waschmaschine steigt Wasser im Ablauf
- Verschmutztes Wasser wird aus dem Bodenablauf zurückgedrückt
- Das Problem kehrt trotz Reinigung wieder zurück
- Auch Keller-WC oder Dusche sind betroffen
Hinweise auf Rückstau aus dem Kanalnetz
- Wasser kommt hauptsächlich bei Starkregen hoch
- Der Kellerablauf liegt unterhalb des Straßenniveaus
- Eine Rückstauklappe fehlt oder funktioniert nicht richtig
- Der Wasserstand steigt, obwohl im Gebäude kaum Wasser benutzt wird
- Mehrere tiefer liegende Ablaufstellen sind gleichzeitig betroffen
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Rückstau bei Starkregen: So schützen Sie Keller und Hauskanal.
Wie findet der Fachbetrieb die Ursache?
Bei einer professionellen Untersuchung wird nicht nur der sichtbare Bodenablauf betrachtet. Entscheidend ist, ob die Ursache im Geruchsverschluss, in der Anschlussleitung oder im weiterführenden Hauskanal liegt.
- Sichtprüfung: Ablaufgitter, Siphoneinsatz, Dichtungen und erreichbare Rohrbereiche werden kontrolliert.
- Funktionsprüfung: Der Wasserablauf und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Sanitäranlagen werden überprüft.
- Mechanische Reinigung: Feste Ablagerungen und Fremdkörper werden mit geeigneten Spiralen entfernt.
- Hochdruckspülung: Schlamm, Fett und lose Rückstände werden aus der Leitung gespült.
- Kanal-TV-Untersuchung: Eine Kamera zeigt Risse, Rohrversätze, Wurzeleinwuchs und verbliebene Ablagerungen.
- Ortung der Leitung: Der Verlauf und die Position einer beschädigten Rohrstelle können bestimmt werden.
- Kontrolle der Rückstausicherung: Vorhandene Rückstauverschlüsse oder Hebeanlagen werden auf Funktion geprüft.
Nach der Reinigung sollte kontrolliert werden, ob das Wasser wieder frei abläuft und die Geruchssperre korrekt funktioniert. Bei wiederkehrenden Problemen kann eine Kamerainspektion die dauerhafte Ursache sichtbar machen.
Bodenablauf stinkt trotz Wasser im Siphon
Bleibt der Geruch bestehen, obwohl ausreichend Wasser im Geruchsverschluss vorhanden ist, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Mögliche Gründe:
- Der Siphoneinsatz sitzt nicht richtig
- Eine Dichtung ist beschädigt oder fehlt
- Der Ablaufkörper ist gerissen
- Die Rohrverbindung unter dem Boden ist undicht
- Ablagerungen befinden sich hinter dem Geruchsverschluss
- Die Rohrentlüftung funktioniert nicht richtig
- Kanalgase treten über eine andere Öffnung aus
Überdecken Sie den Geruch nicht dauerhaft mit Duftmitteln. Dadurch wird die technische Ursache nicht behoben.
Bodenablauf trocknet immer wieder aus
In wenig genutzten Kellerräumen kann die Wasservorlage durch Verdunstung verschwinden. Besonders bei warmer Heizungsluft, Fußbodenheizung oder längeren Trockenperioden kann dies schnell passieren.
Geben Sie regelmäßig etwas Wasser in den Ablauf. Wie häufig dies notwendig ist, hängt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bauart des Geruchsverschlusses ab.
Trocknet der Ablauf ungewöhnlich schnell aus, kann auch Unterdruck im Rohrsystem die Wasservorlage absaugen. Gluckernde Geräusche an mehreren Ablaufstellen sind ein möglicher Hinweis auf ein Entlüftungsproblem.
Wasser kommt aus dem Kellerablauf hoch
Steigt Wasser aus dem Bodenablauf, handelt es sich nicht mehr nur um ein Geruchsproblem. Die Leitung kann vollständig blockiert sein oder unter Rückstaudruck stehen.
Benutzen Sie in diesem Fall keine weiteren Abflüsse. Informieren Sie in einem Mehrparteienhaus auch andere Bewohner, da zusätzliches Abwasser aus oberen Stockwerken in den Keller zurückgedrückt werden kann.
Eine ausführliche Soforthilfe finden Sie im Beitrag Abwasser kommt in Dusche oder WC hoch.
Bodenablauf bei Starkregen kontrollieren
Ein Kellerablauf unterhalb der Rückstauebene kann bei Starkregen besonders gefährdet sein. Ist keine geeignete Rückstausicherung vorhanden, kann Abwasser aus dem Kanalnetz in das Gebäude zurückfließen.
Vor angekündigtem Starkregen sollten Sie:
- den Bodenablauf und das Ablaufgitter kontrollieren
- sichtbaren Schmutz und Ablagerungen entfernen
- eine vorhandene Rückstauklappe prüfen lassen
- keine Gegenstände auf Revisionsöffnungen lagern
- elektrische Geräte nicht direkt auf dem Kellerboden abstellen
- Lichtschächte und Kellerabgänge freihalten
- bei bekannten Problemen frühzeitig einen Fachbetrieb verständigen
⚠️ Wichtig: Ein sauberer Bodenablauf allein schützt nicht vor Kanalrückstau. Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene benötigen eine geeignete technische Sicherung.
Rückstauklappe am Bodenablauf
Einige Kellerabläufe besitzen einen integrierten Rückstauverschluss. Dieser soll verhindern, dass Abwasser aus der Leitung in den Raum zurückfließt.
Damit der Verschluss funktioniert, müssen bewegliche Bauteile sauber, leichtgängig und unbeschädigt sein. Schlamm, Haare oder Kalk können verhindern, dass die Klappe vollständig schließt.
Während eines Rückstaus darf ein geschlossener Ablauf nicht benutzt werden. Zusätzlich eingeleitetes Wasser kann sonst nicht abfließen und im Gebäude austreten.
Typische Fehler bei der Reinigung
- Zu viel Wasser nachgießen: Ein blockierter Ablauf kann überlaufen.
- Siphoneinsatz falsch einsetzen: Kanalgeruch tritt weiterhin in den Keller.
- Spitze Werkzeuge verwenden: Dichtungen und Ablaufkörper können beschädigt werden.
- Chemikalien mischen: Es können gefährliche Reaktionen und Dämpfe entstehen.
- Rückstauverschluss gewaltsam öffnen: Die Mechanik kann brechen oder Abwasser austreten.
- Nur den sichtbaren Schmutz entfernen: Eine tiefer liegende Blockade bleibt bestehen.
- Wiederkehrende Gerüche ignorieren: Undichte Leitungen oder Schäden bleiben unentdeckt.
So beugen Sie Verstopfung und Kanalgeruch vor
- Bodenablauf regelmäßig sichtbar kontrollieren.
- Haare, Flusen, Sand und Schlamm frühzeitig entfernen.
- Geruchsverschluss sauber halten und korrekt einsetzen.
- Bei selten genutzten Abläufen regelmäßig Wasser nachfüllen.
- Keine Farben, Mörtelreste, Öle oder Chemikalien einleiten.
- Waschmaschinenanschlüsse und Flusensiebe kontrollieren.
- Langsamen Wasserablauf nicht über längere Zeit ignorieren.
- Vorhandene Rückstauverschlüsse regelmäßig warten lassen.
- Bei wiederkehrenden Problemen den Hauskanal untersuchen lassen.
💡 Profi-Tipp: Eine regelmäßige Sichtkontrolle dauert nur wenige Minuten und kann helfen, einen Rückstau oder Wasserschaden frühzeitig zu verhindern.
Was tun bei ausgelaufenem Abwasser im Keller?
Ist bereits verschmutztes Wasser aus dem Bodenablauf ausgetreten, müssen neben der Rohrreinigung auch Hygiene und Gebäudetrocknung berücksichtigt werden.
- Weitere Wassernutzung im Gebäude stoppen.
- Kinder und Haustiere vom betroffenen Bereich fernhalten.
- Bei möglichem Stromkontakt den Raum nicht betreten.
- Geeignete Handschuhe, Schutzkleidung und festes Schuhwerk tragen.
- Abwasser mit dafür geeigneten Geräten aufnehmen lassen.
- Betroffene Flächen reinigen und desinfizieren.
- Feuchtigkeit in Estrich, Wänden und Dämmung kontrollieren lassen.
- Schäden mit Fotos und Videos dokumentieren.
Bei größeren Wassermengen finden Sie weitere Hinweise unter Überschwemmung im Keller und Wasser unter Fliesen.
Wann muss ein Fachbetrieb gerufen werden?
Professionelle Hilfe ist besonders wichtig, wenn:
- Wasser oder Abwasser aus dem Kellerablauf hochkommt
- mehrere Abflüsse gleichzeitig betroffen sind
- der Ablauf trotz Reinigung verstopft bleibt
- starker Kanalgeruch trotz gefülltem Siphon bestehen bleibt
- die Verstopfung regelmäßig wiederkehrt
- eine Rückstauklappe nicht richtig funktioniert
- ein Rohrschaden oder Wurzeleinwuchs vermutet wird
- Fäkalien oder stark verschmutztes Wasser austreten
- Feuchtigkeit in Boden oder Wände eingedrungen ist
In diesen Fällen sollte nicht nur der Bodenablauf, sondern die gesamte betroffene Leitung überprüft und fachgerecht gereinigt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Warum stinkt der Bodenablauf im Keller?
Häufig ist der Geruchsverschluss ausgetrocknet oder verschmutzt. Auch ein falsch eingesetzter Siphon, eine undichte Rohrverbindung oder eine teilweise Verstopfung kann Kanalgeruch verursachen.
2. Was kann ich gegen einen ausgetrockneten Bodenablauf tun?
Geben Sie langsam etwas sauberes Wasser in den Ablauf. Dadurch wird die Wasservorlage im Geruchsverschluss erneuert und der Kanalgeruch blockiert.
3. Warum läuft das Wasser im Kellerablauf nicht ab?
Der Ablauf, der Siphon oder die angeschlossene Leitung kann durch Haare, Schlamm, Sand, Flusen oder andere Fremdkörper blockiert sein. Sind mehrere Abflüsse betroffen, kann die Verstopfung im Hauskanal liegen.
4. Darf ich chemischen Rohrreiniger verwenden?
Davon ist abzuraten. Die Chemikalie kann im stehenden Wasser verbleiben, Dichtungen beschädigen und bei einem Rückstau wieder aus dem Ablauf austreten.
5. Kann ich einen Bodenablauf selbst reinigen?
Sichtbare Verschmutzungen und einen herausnehmbaren Geruchsverschluss können Sie vorsichtig reinigen. Liegt die Blockade tiefer oder kommt Wasser zurück, sollte ein Fachbetrieb verständigt werden.
6. Warum gluckert der Bodenablauf beim Spülen des WCs?
WC und Bodenablauf können an dieselbe Sammelleitung angeschlossen sein. Gluckern kann auf eine teilweise Verstopfung oder ein Problem mit der Rohrentlüftung hinweisen.
7. Warum kommt bei Starkregen Wasser aus dem Bodenablauf?
Bei Starkregen kann der Wasserstand im Kanalnetz ansteigen. Liegt der Bodenablauf unterhalb der Rückstauebene und fehlt eine geeignete Sicherung, kann Abwasser in den Keller zurückfließen.
8. Wie oft sollte ein Kellerablauf kontrolliert werden?
Der Ablauf sollte regelmäßig sichtbar kontrolliert und von Schmutz befreit werden. Bei selten genutzten Abläufen muss zusätzlich darauf geachtet werden, dass der Geruchsverschluss nicht austrocknet.
9. Wann ist eine Kanal-TV-Untersuchung notwendig?
Eine Kamerainspektion ist sinnvoll, wenn Verstopfungen oder Gerüche wiederholt auftreten, die Ursache nicht erreichbar ist oder ein Rohrschaden, Wurzeleinwuchs beziehungsweise Rohrversatz vermutet wird.
10. Wer hilft bei einem verstopften Kellerablauf?
Ein professioneller Rohr- und Kanalreinigungsbetrieb kann den Ablauf und die weiterführende Leitung reinigen, die Ursache lokalisieren und vorhandene Rückstausicherungen kontrollieren.
📞 Rohrdienst.at – Ihr 24/7 Notdienst bei verstopften Bodenabläufen, Kanalgeruch und Rückstau in Wien, Niederösterreich und Burgenland. Rufen Sie uns unter 0676 718 04 64 an.
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